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Wilhelm
Heinrich Wackenroder
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Biographie:
Wilhelm
Heinrich Wackenroder; * 13. 07. 1773 in Berlin, † 13. 02. 1798 in
Berlin; war Jurist (Kammerassessor) und als Schriftsteller;
Mitbegründer der deutschen
Romantik:
Wackenroder war der Sohn eines Geheimen Kriegsrats und Justizbürgermeisters,
von dem er streng und unnachgiebig erzogen wurde. Vom damals üblichen
Unterricht durch einen Hauslehrer kam der junge Wackenroder auf das
Friedrichs-Werdersche-Gymnasium unter Leitung von Gedike. Dort lernte
er schon in der zweiten Klasse Ludwig
Tieck kennen, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden
sollte.
Vom Vater wurde er zur juristischen Laufbahn bestimmt, fügte sich in
das scheinbar Unvermeidliche, blieb in Berlin und absolvierte ein Vorbereitungsjahr
für das bevorstehende Jurastudium. Insgeheim las und hörte er Vorlesungen
bei Erduin Julius Koch über Deutsche Literatur.
Insgeheim las und hörte er Vorlesungen bei Erduin Julius Koch über Deutsche
Literatur.
Das waren damals Altdeutsche Texte wie beispielsweise Altnordische Sagen,
höfische Epen
wie Hartmann von
Aues "Der arme Heinrich" und Wolfram
von Eschenbachs "Parzival", "Minnesang"
und wohl auch das "Nibelungenlied", das von 1757 bis 1784
in verschiedenen Übertragungen herausgekommen war.
Angefüllt mit den Anschauungen vergangenen Lebens und Denkens, hingebungsvoll
in der Freundschaft mit Tieck,
bis zur Anbetung des Geliebten, steigerte in Wackenroder die ursprüngliche
Abneigung gegen den vom Vater ausersehenen rechspflegerischen Beruf
zur Abscheu. Wackenroders Lebenscredo "Denn an sich sehe ich nicht
ein, warum es nicht möglich sein sollte, bei allen Dingen unter der
Sonne, unter gewissen Umständen, etwas zu empfinden" (zit. nach
Allgemeine Deutsche Biographie. Bd. 40. S. 445) vertrug sich von vornherein
nicht mit den prosaischen
Aufgaben eines rationalen Berufes.
Doch Wackenroders Vater hatte zum Studium für seinen Sohn schon die
Erlanger Landesuniversität ausersehen, die mit Ansbach und Bayreuth
an Preußen gekommen war. Wackenroder, unfähig sich dagegen aufzulehnen
und eigene Wege zu gehen, wurde von Tieck dorthin begleitet, der entschlossen
war, den Freund nicht zu verlassen.
Mit dem Wechsel an die Universität Göttingen verlegte sich Wackenroder
mehr und mehr auf das Literatur-Studium,
arbeitete seinem früheren Lehrer Koch für dessen Compendium "der
deutschen Litteratur" zu und schrieb einen Aufsatz über Hans Sachs,
der erst 1836 veröffentlicht werden sollte. Auch in der Musik ließ Wackenroder
nicht nach, sich zu weiterzubilden, er spielte Klavier und komponierte.
Im Herbst 1794 begann Wackenroder in Berlin seinen juristischen Dienst
als Kammergerichtsassessor, daneben verfaßte er eine Reihe von Aufsätzen
über die Kunst. Diese erste Sammlung der Texte Wackenroders erschien
1797 anonym. Tieck hatte dazu ein Wort und einige kleinere Stücke beigesteuert.
Wackenroders ausgeprägte Empfindsamkeit, die auch in seinen Schriften
beständig zum Ausdruck kommt, versetzte ihn in den größten Zwiespalt
zum äußeren Leben. Unfähig, sich gegen den Vater zur Wehr zu setzen,
und unglücklich darüber, sein Leben nicht ganz und gar der Kunst widmen
zu können, sah er keinen Ausweg. Der innere Konflikt zehrte an seinen
Kräften, er wurde krank, und ein heftiges Nervenfieber beendete sein
Leben.
Werke:
Herzensergießungen eines kunstliebenden Klosterbruders, Schr. 1797 (n.
G. v. Wilpert 1988)
Franz Sternbalds Wanderungen, 1798
Phantasien über die Kunst für Freunde der Kunst, Schr. 1799 (n. Wilpert)
(Quelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie; Autor
Waltraut Schade; Redaktion Gerd
Gross)
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Bibliographie:
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Ehrungen und Auszeichnungen:
{Text20.4}
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Sprache
der Dichtung von Dirk Kemper Broschiert - 314 Seiten - Metzler
Erscheinungsdatum: 1993 ISBN: 3476008940
Die Leiden der Kapellmeister. Zur Umwertung von Musik und Künstlertum
durch W. H. Wackenroder und E. T. A. Hoffmann von Patrick Thewalt
Broschiert - 192 Seiten Erscheinungsdatum: 1990 ISBN: 3631426631
Joseph Berglinger. Eine Studie zu Wackenroders Musiker-Dichtung
von Elmar Hertrich Gebundene Ausgabe Erscheinungsdatum: 1969 ISBN:
3110002221
Wackenroder, Tieck, E.T.A. Hoffmann, Bettina von Arnim. Ihre Beziehung
zur Musik und zum musikalischen Erlebnis von Roman Nahrebecky
Broschiert - 262 Seiten Erscheinungsdatum: 1979 ISBN: 3416015045
Wilhelm Heinrich Wackenroder von Bonaventura Tecchi, Claus Riessner
Broschiert - 85 Seiten - Gentner Erscheinungsdatum: 1962 ISBN:
B0000BOHHY
Wackenroder und die Kunstauffassung der frühen Romantik von Martin
Bollacher Broschiert Erscheinungsdatum: 1983 ISBN: 3534086015
Wilhelm-Heinrich Wackenroder : Im Spiegel der Quellenforschung
und Editionsgeschichte von Silvio Vietta, Dirk Kemper Taschenbuch
- Quensen & Ourdas Druck- und Verlagshaus GmbH ISBN: 3922805477
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(©
01.01.2007 Autor und Redaktion
Gerd
Gross) (letzte
Änderung 01.01.2007)
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