Deutschsprachige Schriftsteller
Hans Magnus Enzensberger

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Biographie:

Hans Magnus Enzensberger, Pseudonym Andreas Thalmayr; *11.11.1929, Kaufbeuren; ist ein deutscher Dichter, Schriftsteller, Lyriker, Essayist, Herausgeber, Übersetzer und Redakteur:

wurde als ältester Sohn eines Postbeamten in einem Bürgerlichen Elternhaus von drei Brüdern geboren. Verbrachte von 1931-1942 die Kindheit in Nürnberg, wird wegen dem ständigen Bombenterror der Briten und Amerikaner von 1942-1945 in eine mittelfränkische Kleinstadt evakuiert und besucht dort die Oberschulen in Gunzenhausen und Oettingen.

H. M. E. wird 1945 zum letzten Aufgebot dem "Volkssturm" eingezogen. Übersteht den Krieg ohne Verletzungen und versucht seinen Lebensunterhalt als Dolmetscher und Barmann bei der Royal Air Force bzw. durch den damals üblichen überlebenswichtigen Schwarzhandel zu ermöglichen. Hier kommt es, geprägt durch diese Zeit, zu den ersten literarischen Versuchen. 1946-1949 Besuch der Oberschule in Nördlingen das mit dem ablegen des Abiturs endet.

1949-1954 studiert H. M. E. Literaturwissenschaften, Sprachen und Philosophie in Erlangen, Freiburg im Breisgau, Hamburg und in Paris an der Sorbonne (Drei Jahre Studententheater). Im Jahr 1955 legte er seine Promotion ab mit der Arbeit “Über das dichterische Verfahren in Clemens Brentanos lyrischem Werk”. Auch späterhin beschäftigte sich H. M. E. mit diesem Romantiker in seiner schriftstellerischen Arbeit wie auch mit dem französischen Aufklärer Denis Diderot (* 05. 10. 1713 in Langres (Champagne); † 31. 07 1784 in Paris).

Zusammen mit Alfred Andersch arbeitete er von 1955 bis 1957 in der Redaktion von “Radio Essay” des Süddeutschen Rundfunks Stuttgart. Während dieser Tätigkeit macht Enzensberger durch kritische Beiträge öffentlich auf sich aufmerksam. Andersch formulierte für seinen Kollegen die Bezeichnung “zorniger junger Mann”. H. M. E. etabliert sich schon in jungen Jahren als eine feste Größe, ein Klassiker der westdeutschen Nachkriegsliteratur. Häufig will man sein Markenzeichen darin sehen, daß er keines besitzt, und sich allen dauerhaften Zuschreibungen entzieht. 1957 unternimmt er Reisen in die Vereinigten Staaten und nach Mexiko. Als erste Buchpublikation erscheint sein Gedichtband “Verteidigung der Wölfe”. Darin, wie in seinem übrigen Werk, findet sich der provokante Ton wieder, den den streitbaren Dichter und Denker bis heute auszeichnet.

1957-1959 der Versuch, nach dem Umzug nach Stranda in West-Norwegen, sich als freier Schriftsteller über Wasser zu halten. 1959 unternimmt er eine ausgedehnte Reise nach Lanuvio bei Rom/ Italien. 1960 erscheint der Gedichtband "Landessprache und das Museum der modernen Poesie". Er rechnet in seinem lyrischen Erstling mit der rückständigen Politik der Adenauer-Ära, der Obrigkeitshörigkeit oder dem Wohlstandsdenken in einem sarkastisch-ironischen bis aggressiven Stil ab. Dabei versteht er es, Sprachkunst und Bildhaftigkeit nach Benn'scher Manier mit der Dialektik Brechts in ausgeprägter Weise zu verknüpfen. Enzensberger hat sich vor allen Dingen einen Namen gemacht als literarischer Gesellschaftskritiker, als Provokateur.

Während seiner einjährigen Tätigkeit als Verlagslektor im Suhrkamp-Verlag in Frankfurt/a. M. (bis 1961) erscheinen die Arbeiten “Museum der modernen Poesie" und die zweisprachige "Poesie"-Reihe. In dieser Zeit wirkt er als Gastdozent an der Hochschule für Gestaltung in Ulm und nimmt an diversen Tagungen der Gruppe 47 teil.

1961 Rückzug auf Tjøme, eine Insel im Oslo-Fjord, die zur gestalterischen Arbeit nutzt. Daraufhin erscheinen 1962 die Essaysammlung "Einzelheiten", die als wichtigste theoretische Arbeit über den Zusammenhang zwischen Poesie und Politik gilt. Sein essayistisches Werk “Die Sprache des ‘Spiegels’” entlarvt die sprachliche Zweckgerichtetheit des Nachrichtenmagazins.

1963 erster Aufenthalt in der Sowjetunion. Von 1964 bis 1965 lehrte er Poetik in Frankfurt als Gastdozent an der dortigen Universität. In diese Schaffensära fällt die Veröffentlichung des Gedichtbandes "Blindenschrift" und die Sammlung "Politik und Verbrechen".

Ab Mitte der 60er Jahre verlagerte sich Enzensberger Interesse von der Poesie zu Politik. Paradoxerweise hegt der Dichter Enzensberger Zweifel an der gesellschaftlichen Wirkung von Dichtung. Er verlegt sich daraufhin auf die Methoden der politischen Veröffentlichungen und Dokumentationsliteratur. Er war in dieser Zeit tätig für Theater, Oper, Fernsehen und weiterhin für den Rundfunk. In diesen Medien setzte er sich auseinander mit dem zeitgenössischen Kapitalismus, Imperialismus, mit Deutschland und auch den Medien selbst. Aus dieser Phase stammen “Politik und Verbrechen” (1964), die Zeitschrift “Kursbuch” (1965) im Suhrkamp Verlag, als wichtigstes Medium der Neuen Linken (Herausgeber bis 1975) oder das Theaterstück “Das Verhör von Habana”, eine Tonbandmontage über die Schweinebucht-Invasion von 1962.

1965 unternimmt H. M. E. seine erste Südamerika-Reise und zieht danach um nach West-Berlin. Es folgen die Herausgabe von Georg Büchner, Ludwig Weidig: "Der Hessische Landbote"; 1967 "Deutschland, Deutschland" unter anderm "Äußerungen zur Politik" erscheinen. Eine Gastprofessur wird ihm bis 1968 angeboten: Fellowship am Center for Advanced Studies der Wesleyan University, Connecticut, USA. Eine weitere anschließende Bildungsreise geht in den Fernen Osten, dem 1968-1969 ein längerer Aufenthalt in Kuba folgt.

1970 Wechsel des "Kursbuchs" zum neu gegründeten Kursbuch Verlag in Berlin. Die Sammlung "Freisprüche. Revolutionäre vor Gericht" erscheinen sowie die Oper "El cimarrón" (Musik: Hans Werner Henze) werden uraufgeführt. 1971 Arbeit an einem Film für den WDR über den spanischen Anarchisten Buenaventura Durruti (* 14. 07. 1896 in León; † 20. 11. 1936 nähe Madrid).

Wiederum ein längerer Aufenthalt in New York bis 1975, danach zieht er sich aus der Redaktion des Kursbuchs "Mausoleum" zurück. "Siebenunddreißig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts" erscheinen. Uraufführung der Oper "La Cubana" (Musik: Hans Werner Henze) in München.

Mitte der 70er Jahre fängt Enzensberger an, mehr Gedichte zu schreiben. Er hat gegenüber dieser Gattung eine andere Einstellung gefunden, die verbunden ist mit dem Zweifel gegenüber dem geschichtlichen Fortschritt. In seinen lyrischen Werken wird die geschichtliche Dialektik pessimistisch variiert. Werksbeispiele dafür sind unter anderem “Mausoleum. Siebenunddreißig Balladen aus der Geschichte des Fortschritts” (1975), “Der Untergang der Titanic. Eine Komödie” wird 1978 in München uraufgeführt (Regie: George Tabori) oder “Die Furie des Verschwindens” (1980).

1979 Umzug nach München. Im selben Jahr Uraufführung von "Der Menschenfeind" nach Molière in Berlin (Regie: Peter Zadek); 1980 Gründung der Zeitschrift "TransAtlantik" (zusammen mit Gaston Salvatore). 1982 Rückzug aus der Redaktion von TransAtlantic. 1984 Uraufführung des Stücks "Der Menschenfreund in Berlin" und 1985 Beginn der Herausgabe der "Anderen Bibliothek" im Greno-Verlag, Nördlingen. 1986 Herausgabe von Ludwig Börne und Heinrich Heine: "Ein deutsches Zerwürfnis in der Anderen Bibliothek";

1988 "Mittelmaß und Wahn". "Gesammelte Zerstreuungen" und "Requiem für eine romantische Frau". "Die Geschichte von Auguste Bußmann und Clemens Brentano" werden veröffentlicht. 1989 Wechsel der "Anderen Bibliothek" zum Eichborn-Verlag, Frankfurt am Main. Veröffentlichung von "Der Fliegende Robert". Gedichte, Szenen, Essays. 1990 Uraufführung von "Requiem für eine romantische Frau" in Kassel. In der "Anderen Bibliothek" erscheint die Sammlung "Europa in Trümmern, Augenzeugenberichte aus den Jahren 1944-1948".

Besonders seine späteren Lyrikwerke tragen eine ästhetische Handschrift, die es versteht, mit den Formen und Perspektiven zu spielen. Dafür steht beispielsweise der Titel des Gedichtbandes “Kiosk” (1995). Dem durch das Wechselspiel der Perspektiven auf die Welt und die eigene Person erzeugte Abstand folgt die beabsichtigte Erkenntnis und Selbsterkenntnis.

Zu den weiteren Werken von Enzensberger zählen Hörspiele und Dramen. Weiterhin betätigte er sich als Übersetzer. So brachte er dem deutschen Publikum Autoren wie David Rokeah, Fernando Pessoa César Vallejo, Pablo Neruda, Lars Gustafsson oder William Carlos Williams näher. Enzensberger zeichnet sich aus durch seinen Erfindungsreichtum in den Medien Literatur, Fernsehen, Theater oder Rundfunk, um den Rezipienten seine Meinung, Erkenntnisse und Sichtweisen näher zu bringen. Die Spannweite seiner Themen und seiner Ausdrucksform wie auch seiner geschaffenen Werke ist groß.

1992 Uraufführung von "Die Tochter der Luft". Nach dem Spanischen des Calderón de la Barca in Essen (Regie: Hansgünther Heyme). 1993 Veröffentlichung von "Esterhazy". Eine Hasengeschichte (zusammen mit Irene Dische) und "Aussichten auf den Bürgerkrieg". Der 100. Band der "Anderen Bibliothek" erscheint. 1994 Die Sammlung "Diderots Schatten". Unterhaltungen, Szenen, Essays erscheint. Uraufführung von "Delirium". Ein Dichter-Spektakel in Hamburg (Regie: George Tabori). 1995 Veröffentlichung der Gedichtsammlung "Kiosk". Uraufführung von "The Palace" (zusammen mit Irene Dische; Musik: Aulis Sallinen) in Savonlinna. 1996 Uraufführung von "Zaide". Eine deutsche Operette (zusammen mit Irene Dische, Musik: Wolfgang Amadeus Mozart) in Berlin. "Nieder mit Goethe". Eine Liebeserklärung wird in Weimar uraufgeführt. 1997 Uraufführung von "Voltaires Neffe". Eine Fälschung in Diderots Manier in Berlin.

1999 "Moralische Gedichte" und "Geisterstimmen". "Übersetzungen und Imitationen" sowie der Sammlung "Eine literarische Landkarte". Veröffentlichung von "Einladung zu einem Poesie-Automaten". 2001 Es erscheinen die "Gedichte, 1950 - 2000" mit einer Original-Hörprobe auf CD. 2002 Gedichte aus seinem Gesamtwerk, aus unveröffentlichten Manuskripten und z.T. bislang ungedruckte Aufsätze erscheinen in "Die Elixiere der Wissenschaft". Seitenblicke in Poesie und Prosa.

Wirken:

[...] Enzensberger ist zum Inbegriff literarischer Vielfältigkeit geworden: In erster Linie Lyriker und Essayist, hat er ebenso erzählende Prosa und Dramatik geschrieben, Hörspiele, Opernlibretti, Kinderbücher und Filmdrehbücher verfaßt. Der promovierte Literaturwissenschaftler ist ein Reisender auf vielen Kontinenten und einer der profiliertesten literarischen Übersetzer aus mehreren Sprachen. Er hat als Lektor beim Suhrkamp Verlag und Radioredakteur gearbeitet, ist Herausgeber der Buchreihe "Die Andere Bibliothek" (seit 1985) und Begründer der renommierter Zeitschriften "Kursbuch" (1965) und "TransAtlantik" (1980). Verbunden sind diese weitgefächerten Aktivitäten durch das Bestreben nach politischem und poetischem Nonkonformismus. Hierin erweist sich Enzensberger dann doch als ein 'typischer' Vertreter der bundesrepublikanischen Nachkriegsliteratur. Wie seinen Generationsgenossen und Schriftstellerkollegen in der Gruppe 47 - etwa Günter Grass oder Heinrich Böll - ist ihm die Dissidenz, das Ausscheren aus der Phalanx der Meinungsblöcke oft oberstes Gebot gewesen.

Die Haltung des Nonkonformismus entstand in Auseinandersetzung mit der Restaurationsära unter Konrad Adenauer. Enzensbergers Formel für die westdeutsche Wirtschaftswunderwelt der fünfziger Jahre lautete: "musterland, mördergrube". Von der verbreiteten Naturbeschwörung in der Nachkriegslyrik waren seine ersten Gedichte ebenso weit entfernt wie vom Ausschreiben der lyrischen Traditionslinien Bertolt Brechts und Gottfried Benns. Enzensbergers Poetik schöpfte schon früh aus einem sehr viel weiter gefaßten Traditionsrahmen, der auch die Experimente der europäischen Avantgarden mit einbezog. Die von ihm herausgegebene Anthologie Museum der modernen Poesie (1960) kann einen Eindruck davon vermitteln.

Die zweite Hälfte der sechziger Jahre mit ihrer "Politisierung" der Literatur steht für Enzensberger ganz im Zeichen der Essayistik, die das Projekt einer "politischen Alphabetisierung Deutschlands" verfolgt. Im Kursbuch erscheinen zahlreiche Texte, die sich mit medien- und sprachkritischen Fragen beschäftigen und vor allem die Funktion der Literatur in einem sich wandelnden gesellschaftlichen Umfeld zur Disposition stellen. Seit seiner bekanntesten Intervention Gemeinplätze, die Neueste Literatur betreffend geht Enzensberger der Ruf nach, er habe im Kursbuch 15 von 1968 den "Tod der Literatur" ausgerufen. Allerdings hatte er lediglich die gesellschaftliche Folgenlosigkeit der zeitgenössischen Kunstproduktion konstatiert und von einem notwendigen Funktionswandel der Literatur gesprochen. Das Verhältnis von Literatur und Politik, Dichtung und Engagement ist beständiger Gegenstand seines Nachdenkens geblieben.

Die Texte der siebziger Jahre reflektieren den langen Abschied von der gesellschaftlichen Utopie. Während das Dokumentarstück das Verhör von Habana (1970) und der Roman Der kurze Sommer der Anarchie (1972) noch nach der verschütteten revolutionären Glut fahnden, rückt in dem Poem Der Untergang der Titanic (1978) die Frage in den Mittelpunkt: Wie kann dem Scheitern, der Katastrophe mit den Mitteln der Kunst begegnet werden? Doch Enzensberger verfällt nicht der resignativen Geschichtsvergessenheit jenes Jahrzehnts der sogenannten 'Neuen Subjektivität'. Auch seine Lyrik dieser Zeit (Mausoleum, 1975) hebt sich mit dem Gestus des Lehrgedichts - ohne didaktischen Impetus - deutlich von der Alltags- und Ichversessenheit der zeitgenössischen lyrischen Produktion ab.

Im darauffolgenden Jahrzehnt erscheinen die wichtigen Essaysammlungen Politische Brosamen (1982) und Mittelmaß und Wahn (1988). Enzensberger erweist sich in ihnen einmal mehr als ein feinsinniger Kommentator der literarischen Lage und der politischen Realität kurz vor der deutschen Wiedervereinigung. Er beobachtet das Ende der Gesellschaftskritik in ihrer traditionellen Form und ein Ankommen in der 'Normalität', ohne in ihr Beruhigung zu finden. Auch nach dem historischen Einschnitt der Wiedervereinigung ist Enzensberger von der kulturpolitischen Bühne nicht wegzudenken.

In den letzten Jahren tritt die Reflexion über das eigene Leben und Werk immer stärker in den Vordergrund. Enzensberger inszeniert sich in vielerlei Gewändern. In den Büchern über andere Autoren und Werke (wie Denis Diderot und Clemens Brentano) ist das eigene immer mit gemeint. Wenn auch der Zorn des jungen Mannes gealtert sein mag, seine Ironie und die listige Vernunft des Aufklärers bleiben jung. Deswegen trifft die Gedichtzeile, die Ralf Zöller im Jahr 2000 für seinen Enzensberger-Film wählte, noch immer ins Zentrum: "Ich bin keiner von uns".
(Textauszüge: Uni-Essen Literatur-Wissenschaft)

Auszeichnungen:

1963 Büchner Preis
1978 Internationaler Preis für Poesie (Struga, Jugoslawien)
1985 Heinrich Böll Preis der Stadt Köln
1987 Großer Literaturpreis der Bayerischen Akademie der Schönen Künste in München
1994 Kultureller Ehrenpreis der Stadt München
1997 Ernst-Robert-Curtius-Preis für Essayistik
1998 Heinrich-Heine-Preises der Stadt Düsseldorf
2000 Mitglied des Ordens "Pour le mérite"
2001 Premio Bollati Italien
2002 Ludwig Börne Preis

Werke:

Verteidigung der Wölfe, Gedichte, 1957
Brentanos Poetik, 1961 (Druckfassung der Diss. Erlangen 1955)
Allerleirauh. Viele schöne Kinderreime (als Herausgeber); Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1961
Poesie und Politik. Neun Beiträge, 1962
Politik und Verbrechen, Essays, 1964
Deutschland, Deutschland unter anderm. Äußerungen zur Politik, 1967
das Verhör von Habana, Prosa, 1970
Der kurze Sommer der Anarchie. Buenaventura Durrutis Leben und Tod, Roman, 1972
Gespräche mit Marx und Engels, 1970
Palaver. Politische Überlegungen, Essays, 1974
Mausoleum. 37 Balladen aus der Geschichte des Fortschritts, Gedichte, 1975
Der Untergang der Titanic, Versepos, 1978
Politische Brosamen, Essays, 1982
das Wasserzeichen der Poesie oder Die Kunst und das Vergnügen, Gedichte zu lesen. In hundertvierundsechzig Spielarten vorgestellt von Andreas Thalmayr, 1985
Ach, Europa! Wahrnehmungen aus sieben Ländern, Prosa, 1987
Zukunftsmusik, Gedichte, 1991
Die Tochter der Luft, Drama, 1992
Die Große Wanderung, Essays, 1992
Aussichten auf den Bürgerkrieg, 1993
Zickzack, Aufsätze, 1997
Der Zahlenteufel. Ein Kopfkissenbuch für alle, die Angst vor der Mathematik haben, 1997
Wo warst du, Robert?, Roman, 1998
Zickzack, Aufsätze, 2000
Einzelheiten I. Bewußtseins-Industrie, Suhrkamp, Frankfurt/Main, 1969, 5. Auflage, Hans Magnus Enzensberger: Einzelheiten I. Bewußtseins-Industrie. Suhrkamp, Frankfurt/Main. 1969 5. Auflage, ISBN:B0000BQUUO
Drawbridge Up: Mathematics - A Cultural Anathema / Zugbrücke außer Betrieb: Die Mathematik im Jenseits der Kultur (dt., engl.) Natick, Mass. : Peters, 1999
Leichter als Luft. Moralische Gedichte, Frankfurt a.M. (Suhrkamp) 1999
Die Elixiere der Wissenschaft. Seitenblicke in Poesie und Prosa, 2002
Die Geschichte der Wolken. 99 Meditationen, 2003
Nomaden im Regal. Essays, 2003
Lyrik nervt! Erste Hilfe für gestresste Leser, 2004 (unter dem Pseudonym Andreas Thalmayr)
Heraus mit der Sprache. Ein bisschen Deutsch für Deutsche, Österreicher, Schweizer und andere Aus- und Inländer, 2005 (unter dem Pseudonym Andreas Thalmayr)

(© Autor und Redaktion Gerd Gross)
Bibliographie:

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Ehrungen und Auszeichnungen:

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Sekundärliteratur

Universität GH Essen, Germanistik - Literaturwissenschaft Ridley, Hugh/Higgins, Julianne: "Verteidigung der Woelfe gegen die Lämmer"
Zeitschrift "Glossen" Rainer Stollmann: Ein fiktives Interview mit Hans Magnus Enzensberger ueber seine neuesten politischen Essays
Julian Reiss, Hermann Angerer Diderots Schatten - Ein Gespraech mit Hans Magnus Enzensberger
Helmut Hirsch: Glueck und Elend der Parasiten" (Rezension von Hans Magnus Enzensbergers, Voltaires Neffe. Eine Faelschung in Diderots Manier)
DIE WELT, 11.11.1999: Thomas E. Schmidt: Mehrdeutig aus Lust und Ueberzeugung Hans Magnus Enzensberger wird 70 - und entlaesst die Republik nicht aus seinem Scharfblick
"Freitag", 12.11.1999: Erhard Schuetz: "Meine Weisheit ist eine Binse", zum 70 Geburtstag von H.M. Enzensberger
"Berliner Morgenpost", 11.11.1999: Rolf Schneider: "Der Praezeptor von 1968". Zum 70. Geburtstag des Schriftstellers Hans Magnus Enzensberger
Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt, 5.11.1999: Jochen Schimmang: Was wird er wohl als Naechstes tun? Aufmerksamer Zeitgenosse und kritischer Begleiter der alternden Bundesrepublik: Hans Magnus Enzensberger
Berlin Online, Rezension aus der "Berliner Zeitung": Ijoma Mangold: "Der froehliche Abraeumer - Joerg Lau schrieb die Biografie Hans Magnus Enzensbergers als Bildungsroman der Bundesrepublik"
SWR Hans Magnus Enzensberger interviewt von Marlis Gerhardt Programmbeschreibung
Goethe-Institut London: "was bleibt?" - Deutsche Prosa (Ost und West) seit 1945": Ueber "Mittelmaß und Wahn"
"Literaturkritik", Nr. 11 (1999) Helge Schmid: Hans Magnus Enzensberger als Nachdichter
Perlentaucher.de Kurzfassung von Rezensionen zu "Enzensberger, Hans Magnus / Leins, Christine: Mond und Muschel". (Bilderbuch). 2000
Perlentaucher.de Kurzfassung von Rezensionen zu "Enzensberger, Hans Magnus: Die Elixiere der Wissenschaft. Seitenblicke in Poesie und Prosa." 2002
h.m.e.'s landsberger poesie automat (H. M. E. = Hans Magnus Enzensberger)
Perlentaucher.de Kurzfassung von Rezensionen zu "Enzensberger, Hans Magnus: Einladung zu einem Poesie-Automaten". 2000
R. Grimm (Hg.): Hans Magnus Enzensberger, Frankfurt am Main 1984.
J. Lau: Hans Magnus Enzensberger. Ein öffentliches Leben, Berlin 1999.
R. Wieland (Hg.): Der Zorn altert, die Ironie ist unsterblich. Über Hans Magnus Enzensberger, Frankfurt am Main 1999.

(© 01.01.2007 Autor und Redaktion Gerd Gross) (letzte Änderung 01.01.2007)
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