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Michael
Ende
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Biographie:
Michael
Andreas Helmut Ende; *12. 11. 1929 Garmisch-Partenkirchen,
† 28. 08. 1995 in Filderstadt; ist ein deutscher Schriftsteller
und Anthroposoph.
Seine Eltern sind Luise Ende (geb. Bartholomä, * 1892, 1973)
und Edgar Ende (* 1901, 1965). Edgar Ende ist surrealistischer
Maler, seine Kunst gilt während der NS-Zeit als "entartet", weswegen
er 1936 von der Reichskulturkammer Berufsverbot erhält. M.E. wird von
frühester Kindheit von die künstlerischen Welt seines Vaters geprägt
und stellt für den Heranwachsenden eine stärkere Wirklichkeit dar als
die äußere Realität.
Der Schulzeit kann Michael wenig positive Seiten abgewinnen. Er erlebt
als 12jähriger in München seinen ersten Bombenangriff und auch die weitgehende
Zerstörung Hamburg 1943 hautnah. 1945 soll er zur Waffen-SS eingezogen
werden, aber er widersetzt sich dem Befehl und flieht aus der Landverschickung
zu seiner Mutter nach München. Der Vater ist in amerikanischer Kriegsgefangenschaft.
1945 zieht die Familie von Solln nach Schwabing in die Leopoldstraße
135 a um. 1946 besucht Michael bereits wieder ein Münchner Gymnasium,
wechselt aber bald zu einer Freien Waldorfschule in Stuttgart. Er lernt
hier die expressionistische
und dadaistische Dichtung kennen, an der er sich schult. Er liest Theodor
Däubler, Ivan Goll, Elke Lasker-Schüler und Alfred Mombert, vor allem
aber die Gedichte von Rainer
Maria Rilke, Stefan
George und Georg
Trakl beschäftigen ihn sehr. Aus den ersten beiden Jahren
nach dem Krieg, vor allem aus seiner Zeit in Stuttgart, stammen seine
ersten Versuche als Schauspieler, die er gemeinsam mit Freunden im damaligen
Amerika-Haus unternimmt. Unter anderem führt er Tschechows Einakter
"Der Bär", in dem er die Hauptrolle spielt, und "Jean
Cocteaus Orphée" auf, das damit seine Deutschlandpremiere feiert.
An einem dieser Abende lernt er auch den Maler Willi Baumeister kennen.
1947 wird auf Vermittlung seines Freundes Peter Boccarius der erste
Text, "Der Gaukler" ein Sonett
von Michael Ende in der Esslinger Zeitung veröffentlicht.
Sein Wunsch ist es, für das Theater zu schreiben. Ein Universitätsstudium
ist wegen finanziellen Gründen ausgeschlossen, aus diesem Grund entscheidet
er sich für die praktische Laufbahn. 1948 besteht M.E. die Aufnahmeprüfung
an der Schauspielschule Otto Falckenberg der Münchner Kammerspiele.
Sein Wunsch ist es, für das Theater zu schreiben. Ein Universitätsstudium
ist wegen finanziellen Gründen ausgeschlossen, aus diesem Grund entscheidet
er sich für die praktische Laufbahn. 1948 besteht er die Aufnahmeprüfung
an der Schauspielschule Otto Falckenberg der Münchner Kammerspiele.
Die Tatsache, dass Michael Ende während der Aufnahmeprüfung erklärt,
er wolle die Schule besuchen, nicht um Schauspieler zu werden, sondern
um bessere Theaterstücke zu schreiben, beeindruckt offenbar die Lehrer.
Er wird aufgenommen und erhält ein zweijähriges Stipendium. Während
seines zweijährigen Stipendiums studiert er moderne und klassische Schauspieltheorien.
Im Anschluß erhält Ende ein Engagement an der Landesbühne Schleswig-Holstein,
einer Provinzbühne. Diese Zeit ist einerseits desillusionierend und
frustrierend für ihn, aber in Hinblick auf seine literarische Entwicklung
trotzdem hilfreich. Durch Lektüre und Gespräche mit Fragen der Theaterdramaturgie
stößt M.E. auf auf die theoretischen Schriften von Bertholt
Brecht. Brechts wegweisende und neue Ideen faszinieren ihn
ungemein. Auch wenn er das Ideologische darin ablehnt, werden die Richtlinien
für das epische,
das nicht-naturalistische
und nicht-psychologische Theater wichtig für ihn. Zeitlebens wird er
den proletarischen Meister als großartigen Dichter
bezeichnen.
1951 kehrt Michael Ende mit der Komödie
"Sultan hoch zwei" nach München erwartungsvoll zurück um sie
den Dramaturgen
der Lektoren der Münchner Theaterwelt vorzustellen - sein Stück
blieb ohne große Resonanz.
Am 01. 07. 1921 lernt M. E. die Vollblutschauspielerin Ingeborg Hoffmann
kennen - eine wahrheitsliebende Frau, die bereits eine gescheiterte
Ehe hinter sich hat und wegen M. E. dann doch nicht in die USA auswandert.
1953 trennt sich der Edgar Ende von seiner Frau und zieht aus der gemeinsamen
Wohnung in München aus. Die Mutter leidet sehr darunter und versucht
sogar, sich das Leben zu nehmen. M. E. macht seinem Vater deswegen große
Vorwürfe die zu jahrelangen Zerrüttung führt; kümmert
sich aber intensiv um seine Mutter, bis diese schließlich doch neuen
Lebensmut findet.
Ab 1954 arbeitet M. E. als Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk,
die Honorare für seine Arbeit reichen aber nicht zum Leben.
1955 schreibt Ende für das Kabarett "Die kleinen Fische" einen Sketch
zum 150. Todestag Friedrich
Schillers. Der Erfolg führt zu weiteren Aufträgen. Nach der
Lektüre der Stücke von August Strindberg verfasst M. E. das Theaterstück
"Die Hässlichen", es blieb unveröffentlicht. Er verdient zwar
Geld mit dem Schreiben, beschreibt seine finanziellen Umstände während
der 50er Jahre selbst als "finster".
M. E. setzt sich in den 50er Jahren intensiv mit der Kunstauffassung
Bertolt Brechts auseinander.
Vor allem dessen theatertheoretische Schrift "Das kleine Organon" beeindruckt
ihn nachhaltig, dem Menschen Brecht, dem er während seiner Theaterausbildung
an der Otto-Falckenberg-Schule begegnete, steht er eher skeptisch gegenüber.
Nach einer längeren Schaffenskrise distanziert sich Ende von Brechts
Haltung, dass Theater und Literatur
den Zuschauer oder Leser in einem bestimmten (politischen) Sinne "erziehen"
sollen. Vielmehr sagt Ende später in einem Gespräch mit Joseph Beuys:
"Ich will meinen Leser zunächst unterhalten, Ich will ihn zu einer Art
gemeinsamem Spiel einladen, und wenn er sich auf das Spiel einlässt,
wird er dabei einiges erleben, was ihn vielleicht innerlich reicher
macht." (Michael Ende 1985)
Vater und Sohn kommen sich 1956 wieder näher und M. E. unterstützt
seinen Vater in allen Belangen. Sie greifen jeweils Themen des anderen
auf und versuchen sie mit ihren Mitteln auszudrücken. Michael Ende schreibt
Gedichte, in denen er sich darum bemüht, Themen aus den väterlichen
Zeichnungen oder Bildern "in Worten zu musizieren". "Ich habe
versucht, dasselbe in Worten zu übertragen, was er auf Bildern gemalt
hat," erzählt er, wenn er von der Wechselwirkung der künstlerischen
Arbeit zwischen ihm und seinem Vater befragt wird.
m.E. bereist im Auftrag des Bayerischen Rundfunks gemeinsam mit dem
Kameramann Bodo Blüthner für mehrere Monate Palermo/Italien. Stark
beeindruckt von der dortigen Tradition der Geschichtenerzähler, die
auf den großen Plätzen für Geld ihre Geschichten erzählen, ist dies
ein Schlüsselerlebnis für seine zukünftige schriftstellerische
Laufbahn.
Ende der 50ziger Jahre engagiert sich M. E. im Münchner Fasching
und schreibt hierfür mehrere Stücke, u.a. eine griechische Tragödie
mit dem Titel "Der Finger des Schicksals oder Der Liebe Zaubermacht".
Ein anderes Stück ist in der Welt des Orients angesiedelt und trägt
den klangvollen Namen "Die Sklavin und der Henkerssohn".
Ein alter Schulkamerad bittet Michael Ende um einen kurzen Text, den
er als Grafiker zu einem Bilderbuch ergänzen will - Ende beginnt zu
schreiben und es entsteht: "Jim Knopf" Statt einer kurzen Geschichte
wird daraus ein 500 Seiten umfassendes Manuskript, für das nach anderthalb
Jahren vergeblicher Verlegersuche allein der Thienemann-Verlag schließlich
1958 Interesse zeigt. Das Manuskript
ist zu umfangreich, es wird in zwei Bände geteilt: 1960 erscheint der
erste Band, für den Ende den Deutschen Jugendbuchpreis erhält. Dadurch
wird er als Autor
bekannt, weitere Preise folgen und sein finanzielles Auskommen ist erstmals
gesichert.
Nach der Veröffentlichung des zweiten Bandes, "Jim Knopf und die Wilde
Dreizehn" 1962 und verschiedene Übersetzungen in andere Sprachen wird
Ende finanziell unabhängig und gibt seine Tätigkeit beim Rundfunk auf.
Er widmet sich dem Schreiben von Theaterstücken. Zunächst arbeitet er
an dem Stück "Die Spielverderber".
Am 7. August 1964 heiraten Ingeborg Hoffmann und Michael Ende in Rom
auf dem Kapitol.
1966 erwirbt Michael Ende 30 km von München im Mangfalltal ein 1415
erbautes Schloss. Es folgen 4 Jahre mit intensiven Renovierungsarbeiten,
die das gesamte Geld der Endes verbrauchen. Es ist nahezu unbewohnbar,
so dass Michael Ende es 1971 wieder verkauft - der Traum vom Leben im
Schloss geht nicht in Erfüllung.
1967 wird das Stück "Die Spielverderber" an den Frankfurter Städtischen
Bühnen aufgeführt und fällt durch - zur Blütezeit des Absurden Theaters
kann ein Stück mit wirklicher Handlung keinen Erfolg haben.
1969 erscheint "Das Schnurpsenbuch", eine Sammlung von Rätseln, Zaubersprüchen
und Gedichten, beim Thienemann-Verlag.
Nach den Problemen mit dem Schloss im Mangfalltall zieht es das Ehepaar
Ende in den Süden, nach Genzano in der Nähe von Rom. Sie beziehen dort
eine etwas außerhalb und in einem großen Olivenhain gelegene Villa.
Sie nennen sie "Casa Liocorno", "Haus Einhorn". Die Nähe zu Rom, die
Sonne und die italienische Lebensart gefallen beiden gut. Auch genießt
Ende die Freiheit und Toleranz in Italien, in Deutschland dagegen fühlt
er sich eingeschränkt. Im Kontext der Eskapismus-Debatte werden seine
Texte als Fluchtliteratur abgestempelt, da sie nicht allein sozialkritischer
oder politischer Natur sind..
Nach 6 Jahren Arbeit erscheint 1972 der Märchen-Roman
"Momo oder Die Seltsame Geschichte von den Zeitdieben und von dem Kind,
das den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte". Für "Momo" erhält
Michael Ende zwei Jahre später wiederum den Deutschen Jugendbuchpreis.
1978 lernt Ende in der Deutschen Akademie der Villa Massimo in Rom den
Komponisten Wilfried Hiller (* 15. 03. 1941) kennen. Die beiden Künstler
verstehen sich auf Anhieb und verwirklichen in den folgenden Jahren
verschiedenen gemeinsame Projekte. Nach langem Ringen beendet Ende 1979
"Die Unendliche Geschichte". Er erhält im selben Jahr den Buxtehuder
Bullen für das Buch, ein Artikel im Spiegel sorgt für breites Leserinteresse.
Zahlreiche Preise und Auszeichnungen folgen. Auf den großen Erfolg der
"Unendlichen Geschichte" folgen zahlreiche Lesereisen Michael Endes
durch ganz Deutschland. Ihm gefallen allerdings die an die Lesungen
anschließenden Diskussionen nicht besonders, er will keine Deutungen
seines Buches vorgeben, die Leser sollen sich selbst ein Bild machen.
Januar 1981 Uraufführung der musikalischen Fabel "Der Lindwurm und der
Schmetterling oder Der seltsame Tausch" von Ende und Hiller in Regensburg
1981 Europäischer Jugendbuchpreis für "Die Unendliche Geschichte"; Janusz-Korczak-Preis
für Endes Gesamtwerk Ende 1981 Uraufführung der musikalischen Fabel
"Tranquilla Trampeltreu oder Die beharrliche Schildkröte" von Ende und
Hiller in München.
Am 27. März 1985 stirbt Ingeborg Ende an einer Lungenembolie. Ihr Tod
erschüttert ihn sehr, er verliert die Lebensgefährtin und gleichzeitig
auch seinen wichtigsten Gesprächspartner in der Auseinandersetzung mit
allen künstlerischen Fragen. Er bricht mit der Vergangenheit und gibt
"Casa Liocorno" auf und zieht zurück nach München.
Die Wiederbegegnung 1985 mit seiner japanischen Übersetzerin Mariko
Sato, die seit 1974 in der Münchner internationalen Jugendbibliothek
arbeitet, weckt sein Interesse für die japanische Kultur. Bereits in
den 1977 waren sie zusammen nach Japan gereist. 1986 und 1989 folgen
nun zwei weitere Japanreisen, wo Ende u.a. erstmals in dem Vortrag "Über
das Ewig-Kindliche" sein poetisches
Konzept darlegt.
Juli 1986 kommt die Verfilmung von "Momo" von Regisseur Johannes Schaaf
in die deutschen Kinos. Mit diesem Film ist Michael Ende zufriedener,
wenn auch nicht glücklich, da er die Verfilmung etwas als Verharmlosung
des Romans empfindet. Jedoch lässt er sich kein zweites Mal auf eine
öffentliche Diskussion wie bei der "Unendlichen Geschichte" ein.
Ab 1987 wohnt Ende mit Mariko Sato in der Sendlinger Straße in München,
die sie mit japanischen Möbeln einrichten. 1988 bricht für Ende eine
Welt zusammen: Er erfährt, dass ihn sein langjähriger Steuerberater
betrogen und in seinem Namen Schulden in Millionenhöhe gemacht hat -
Ende steht vor dem Bankrott. Die Bilder seines Vaters und seine Möbel
werden gepfändet, mit Hilfe des Thienemann-Verlags und seinen Freunden
kann die Sache aber vor der Presse geheimgehalten werden. Die Neuordnung
seiner Finanzen bringt Ende an die Grenzen der Belastbarkeit.
1988 Uraufführung von "Das Gauklermärchen" von Ende und Gerhard Konzelmann
als Oper in Köln 1989 "Das Michael Ende Lesebuch" erscheint 1989 "Der
satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch" erscheint und wird in kurzer
Zeit zum Bestseller
Am 4. September 1989 heiraten Mariko Sato und Michael Ende im kleinen
Freundeskreis in München. Zu seinem 60. Geburtstag erhält Michael Ende
in diesem Jahr das Bundesverdienstkreuz.
Anfang 1990 Vorstellung des Wunschpunsch bei Wim Thoelkes "Großem Preis"
im Fernsehen vor. 1990 Betreuung einer japanischen Fernsehreihe über
die Konsequenzen von Einsteins Denken. Juli 1990 Sommerdozent in Madrid;
1990 Ausstellung in der Stadtbibliothek Stuttgart: "10 Jahre: Die Unendliche
Geschichte"; 1990 eine Biographie
"Michael Ende. Der Anfang der Geschichte" von Peter Boccarius erscheint
Februar 1991 Uraufführung des Singspiels "Das Traumfresserchen"
1992 Japanreise mit seiner Frau. August 1992 erscheint "Das Gefängnis
der Freiheit" - eine Sammlung von Geschichten mit unterschiedlichen
Erzählperspektiven und stilistischen Eigenarten. Obwohl Michael Ende
1992 eine Gesamtauflage von 15 Millionen Büchern erreicht, wird von
den Literatur-Kritikern
weitestgehend ignoriert. Ende sagt dazu: "Man darf von jeder Tür
in den literarischen Salon treten: aus der Gefängnistür, aus der Irrenhaustür
oder aus der Bordelltür. Nur aus einer Tür darf man nicht kommen, aus
der Kinderzimmertür."
1994 öffnet er sein Archiv und veröffentlicht "Michael Endes Zettelkasten.
Skizzen und Notizen" und spricht dabei erstmals von sich selbst und
seinem Leben. 1994 Uraufführung des Hamelner Totentanzes "Der Rattenfänger"
von Ende und Hiller in Dortmund (Giora Feidmann spielt mit seiner Soloklarinette
den Rattenfänger).
Im Juni 1994 wird Michael Ende in München wegen Krebs am Magen operiert.
Die Krankheit konnte trotz früherer Untersuchungen nicht rechtzeitig
erkannt werden. Die Chemotherapie bringt keine Heilung, die Krankheit
ist nicht aufzuhalten:
Michael Ende stirbt am 28. August 1995 in der Filderklinik bei Stuttgart.
Beigesetzt wird er auf dem Waldfriedhof in München, auf seinen Wunsch
hin werden bei der Beerdigung Mozarts "Ave Verum Corpus" und Glucks
"Reigen der seligen Geister" gespielt, außerdem singt der Theaterchor
des Staatstheaters den Schlußchor des "Goggolori". Das Grab gestaltet
Angerer der Ältere .
Auszeichnungen:
1961 Deutscher Jugendliteraturpreis für Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer
1967 Hugo-Jacobi-Preis
1974 Deutscher Jugendliteraturpreis für Momo
1979 Buxtehuder Bulle für Die unendliche Geschichte
1980 Großer Preis der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur
e.V. Volkach
1980 Silberner Griffel für Die unendliche Geschichte
1980 Wilhelm-Hauff-Preis für Die unendliche Geschichte
1981 Janusz-Korczak-Preis für das Gesamtwerk
1982 Lorenzo il Magnifico
1983 Silberner Griffel
1990 La vache qui lit für Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch
1996 Kurd Laßwitz Preis für Der lange Weg nach Santa Cruz
Werke:
Denn die Stunde drängt Theaterstück, unveröffentlichtes Manuskript,
1947
Der Gaukler Gedicht, Abdruck in der Esslinger Zeitung, 1947
Sultan hoch zwei Theaterstück, unveröffentlichtes Manuskript, 1950
Die Hässlichen Theaterstück, unveröffentlichtes Manuskript, 1955
Die Päonienlaterne Eine japanische Geistergeschichte frei nach Lafkadio
Hearne, Hörspiel, unveröffentlichtes Manuscript, 1959
Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer Illustriert von F.J. Tripp,
244 Seiten, Stuttgart 1960 Neuausgabe: illustriert von Reinhard Michl,
256 Seiten, Stuttgart 1983
Übersetzungen in bislang 19 Sprachen Zahlreiche Fassungen als Hörspiel
oder für die Bühne, darunter die bekannte Fassung der Augsburger Puppenkiste,
Uraufführung im Fernsehen der ARD 15.10. bis 12.11.1961 Jim Knopf und
die wilde Dreizehn illustriert von F.J. Tripp, 256 Seiten, Stuttgart
1962
Neuausgabe: illustriert von Reinhard Michl, 260 Seiten, Stuttgart 1983
Übersetzungen in bislang 13 Sprachen Zahlreiche Fassungen, u.a. von
der Augsburger Puppenkiste, Uraufführung im Fernsehen der ARD 3.2. bis
12.4.1966
Die Spielverderber Eine komische Tragödie in 5 Akten, 194 Seiten, Frankfurt
1967
Uraufführung Theater: Städtische Bühnen Frankfurt am Main, 17.5.1967
das Schnurpsenbuch Nonsens-Gedichte und Zaubersprüche, illustriert von
Siegfried Wagner, 124 Seiten, Stuttgart 1969 Neuausgabe: illustriert
von Rolf Rettich, 140 Seiten, Stuttgart 1979
Tranquilla Trampeltreu, die beharrliche Schildkröte illustriert von
Marie-Luise Lemke-Pricken, Bilderbuch, 28 Seiten, Stuttgart 1972
Neuausgabe: illustriert von Manfred Schlüter, mit Noten von Wilfried
Hiller, Bilderbuch, 60 Seiten, Stuttgart 1981
Übersetzungen in bislang 9 Sprachen Theater- und Hörspielfassungen Momo
oder Die Seltsame Geschichte von den Zeitdieben und von dem Kind, das
den Menschen die gestohlene Zeit zurückbrachte illustriert von Michael
Ende, Märchenroman, 272 Seiten, Stuttgart 1972 Übersetzungen in bislang
39 Sprachen Theater- und Hörspielfassungen Kinofilm: 1986 von Rialto
Film (Berlin), Iduna Film (München), Cinecittà (Rom) und Sacis (Rom).
Regie: Johannes Schaaf
Momo und die Zeitdiebe Opernlibretto, unveröffentlichtes Manuskript,
1975 Uraufführung Oper: Landestheater Coburg, 19.11.1978. Musik: Mark
Lothar. Regie: Robert Hoyem. Musikalische Leitung: Reinhard Petersen.
Das kleine Lumpenkasperle illustriert von Roswitha Quadflieg, Bilderbuch,
28 Seiten, Stuttgart 1978 Übersetzungen in bislang 3 Sprachen diverse
Aufführungen an verschiedenen Theatern
Lirum Larum Willi Warum illustriert von Roswitha Quadflieg, Bilderbuch,
36 Seiten, Stuttgart 1978 Neuausgabe: illustriert von Bernhard Oberdieck,
32 Seiten, Stuttgart 1995
das Traumfresserchen illustriert von Annagert Fuchshuber, Bilderbuch,
28 Seiten, Stuttgart 1978 Übersetzungen in bislang 14 Sprachen Hörspielfassungen
das Traumfresserchen Libretto Uraufführung: Bremer Theater am 17.2.1991.
Musik: Wilfried Hiller
Die unendliche Geschichte illustriert und ausgestattet von Roswitha
Quadflieg, Roman, 432 Seiten, Stuttgart 1979 Übersetzungen in bislang
36 Sprachen Theater- und Hörspielfassungen Kinofilm: Die unendliche
Geschichte I: Neue Constantin, München 1984. Regie: Wolfgang Petersen.
Musik: Klaus Doldinger Kinofilm: Die unendliche Geschichte II: Cinevox,
München1990. Regie: George Miller. Kinofilm: Die unendliche Geschichte
III: Cinevox, München 1995. Regie: Peter McDonald
Der Lindwurm und der Schmetterling illustriert von Manfred Schlüter,
mit Noten von Wilfried Hiller, Bilderbuch, 40 Seiten, Stuttgart 1981
Übersetzungen in bislang 3 Sprachen Theater- und Hörspielfassungen
Die Schattennähmaschine illustriert von Binette Schroeder, 72 Seiten,
Stuttgart 1982 Phantasie/Kultur/Politik Protokoll eines Gesprächs mit
Erhard Eppler und Hanne Tächl, mit einer Vorbemerkung von Roman Hocke,
144 Seiten, Stuttgart 1982 Übersetzungen in bislang 2 Sprachen
das Gauklermärchen Ein Spiel in sieben Bildern sowie einem Vor- und
Nachspiel, 104 Seiten, Stuttgart 1982 Übersetzungen in bislang 5 Sprachen
Theater- und Opernfassungen
Der Spiegel im Spiegel Ein Labyrinth mit Zeichnungen von Edgar Ende,
336 Seiten, Stuttgart 1983 Neuausgabe: 336 Seiten, Stuttgart 1994 Übersetzungen
in bislang 13 Sprachen Hörbuchfassung Mein Lesebuch Anthologie, 256
Seite, Frankfurt 1983
Die Ballade von Norbert Nackendick oder das nackte Nashorn, illustriert
von Manfred Schlüter, Bilderbuch, 26 Seiten, Stuttgart 1984 Neuausgabe:
illustriert von Reinhard Michl, 32 Seiten, Stuttgart 1987 Übersetzungen
in bislang 8 Sprachen Theater- und Hörspielfassungen
Filemon Faltenreich illustriert von Christoph Hessel, Bilderbuch, 36
Seiten, Stuttgart 1984 Übersetzungen in bislang 4 Sprachen
Der Goggolori Eine bairische Mär, Stück in acht Bildern und einem Epilog,
160 Seiten, Stuttgart 1984 Übersetzungen in bislang 2 Sprachen Uraufführung:
Theater Staatstheater a, Gärtnerplatz 3.2.1985. Musik: Wilfried Hiller.
Regie: Friedrich Meyer-Oertel
Die Archäologie der Dunkelheit Gespräche über Kunst und das Werk des
Malers Edgar Ende. Zusammen mit Jörg Krichbaum, 176 Seiten, Stuttgart
1985. Japanische Übersetzung
Trödelmarkt der Träume Mitternachtslieder und leise Gedichte mit einer
Vorbemerkung des Verlage, 104 Seiten, Stuttgart 1986 Japanische Übersetzung
Uraufführung: Hochschule für Musik München 14.6.1984. Hörspielfassung
Ophelias Schattentheater illustriert von Friedrich Hechelmann, Bilderbuch,
32 Seiten, Stuttgart 1988 Übersetzungen in bislang 11 Sprachen Hörspielfassung
Die Jagd nach dem Schlarg Variationen zu Lewis Carrolls gleichnamigen
Nonsensgedicht, mit einem Vorwort von Herbert Rosendorfer und einem
Nachwort von Wilfried Hiller, 144 Seiten, Stuttgart 1988 Japanische
Übersetzung Uraufführung: Prinzregententheater München 16.1. 1988. Musik:
Wilfried Hiller Kunst und Politik
Ein Gespräch, zusammen mit Joseph Beuys, mit einer Vorbemerkung von
Rainer Rappmann, 124 Seiten, Wangen 1989
Die Spielverderber oder: das Erbe der Narren, Commedia Infernale, überarbeitete
und erweiterte Fassung des gleichnamigen Theaterstücks aus dem Jahre
1967, mit einem Vorwort des Autors, 208 Seiten, Stuttgart 1989 Übersetzung
in bislang 2 Sprachen
Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch illustriert von Regina
Kehn, Roman, 240 Seiten, Stuttgart 1989 Übersetzungen in bislang 22
Sprachen Theaterfassung, Uraufführung: Deutsches Schauspielhaus Hamburg
20.11.1990
Die Geschichte von der Schüssel und vom Löpfel illustriert von Tino,
Bilderbuch, 64 Seiten, Stuttgart 1990 Neuausgabe illustriert von Christopher
Rodler, 58 Seiten, Stuttgart 1996 Übersetzungen in bislang 8 Sprachen
Hörspielfassung
Lenchens Geheimnis illustriert von jindra Capek, 64 Seiten, Stuttgart
1991 Übersetzungen in bislang 5 Sprachen
Der lange Weg nach Santa Cruz illustriert von Regina Kehn, 64 Seiten,
Stuttgart 1992 Übersetzungen in bislang 8 Sprachen Hörspielfassung
das Gefängnis der Freiheit Erzählungen, 304 Seiten, Stuttgart 1992 Übersetzungen
in bislang 9 Sprachen
Der Rattenfänger Ein Hamelner Totentanz, 80 Seiten, Stuttgart 1993 Übersetzungen
in bislang 2 Sprachen Theaterfassung, Uraufführung: Theaterhaus Dortmund,
26.9.1993 Teddy und die Tiere illustriert von Bernhard Oberdieck, 32
Seiten, Stuttgart 1993 Übersetzungen in bislang 5 Sprachen Hörspielfassungen
Die Vollmondlegende Bilderbuch für Erwachsene, Illustrationen und Gestaltung
von Binette Schroeder, 48 Seiten, Stuttgart 1993 Übersetzungen in bislang
3 Sprachen
Michael Endes Zettelkasten. Skizzen und Notizen Mit einer Vorbemerkung
von Roman Hocke, 320 Seiten, Stuttgart 1994 Übersetzungen in bislang
3 Sprachen
Die Zauberschule und andere Geschichten, illustriert von Bernhard Oberdieck,
272 Seiten, Stuttgart 1994 Übersetzungen in bislang 5 Sprachen
Mammonella oder Der Geist in der Flasche, unvollendetes Libretto, unveröffentlichtes
Manuskript, 1995 Uraufführung der vorhandenen Bilder: Staatstheater
am Gärtnerplatz 12.11.1995 anlässlich der Gedenkveranstaltung zu Ehren
Michael Endes
(© Autor und Redaktion Gerd
Gross)
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Bibliographie:
{Text20.3}
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Ehrungen und Auszeichnungen:
{Text20.4}
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Heidi
Aschenberg: Eigennamen im Kinderbuch. Eine textlinguistische Studie.
Tübingen: Narr 1991. (= Tübinger Beiträge zur Linguistik; 351)
ISBN 3-8233-4202-9
Klaus Berger: Michael Ende. Heilung durch magische Phantasie.
2. Aufl. Bielefeld: Christl. Literaturverbreitung 1988. (= TELOS;
2531) ISBN 3-87857-203-4
Gabriele Berger-Faragó: Zeit. Menschliches Maß, kosmische Kraft
oder Geschenk Gottes? Augustin, Michael Ende, Eilert Herms und
Kohelet über Zeit und Ewigkeit. Stuttgart: Ibidem-Verl. 2003.
ISBN 3-89821-188-6
Peter Boccarius: Michael Ende. Der Anfang der Geschichte. Aktualisierte
Ausg. Frankfurt am Main u. a.: Ullstein 1995. (= Ullstein-Buch;
23844) ISBN 3-548-23844-0
Zwischen Phantasie und Realität. Michael Ende Gedächtnisband 2000,
hrsg. v. Jacek Rzeszotnik. Passau: EDFC 2000. (= Fantasia; 136/137)
ISBN 3-932621-29-8
Fabian Michael Friedrich: Jim Knopf. Über Michael Endes "Jim Knopf
und Lukas der Lokomotivführer" und "Jim Knopf und die Wilde 13".
Passau: EDFC 2004. (= Fantasia; 180.2004) ISBN 3-932621-74-3
Viola Herzig-Danielson: Winnetou in Phantásien. Interaktion von
Bibliotherapie und Literaturwissenschaft am Beispiel der "Winnetou"-Trilogie
von Karl May und des Romans "Die unendliche Geschichte" von Michael
Ende. Hamburg: DOBU 2004. ISBN 3-934632-06-8
Wilfried Kuckartz: Michael Ende, "Die unendliche Geschichte".
Ein Bildungsmärchen. Essen: Verlag Die Blaue Eule 1984. (= Pädagogik
des Vorbilds; 1) ISBN 3-924368-13-9
Nils Kulik: Das Gute und das Böse in der phantastischen Kinder-
und Jugendliteratur. Eine Untersuchung bezogen auf Werke von Joanne
K. Rowling, J. R. R. Tolkien, Michael Ende, Astrid Lindgren, Wolfgang
und Heike Hohlbein, Otfried Preußler und Frederik Hertmann. Frankfurt
am Main u. a.: Lang 2005. (= Kinder- und Jugendkultur, -literatur
und -medien; 33) ISBN 3-631-53446-9
Claudia Ludwig: Was du ererbt von deinen Vätern hast... Michael
Endes Phantásien - Symbolik und literarische Quellen. Frankfurt
am Main u. a.: Lang 1988. (= Europäische Hochschulschriften; Reihe
1, Deutsche Sprache und Literatur; 1071) ISBN 3-8204-1181-X
Friedhelm Moser: Jim Knopf und die sieben Weisen. Eine philosophische
Einführung in den lummerländischen Lokomotivismus. Frankfurt am
Main: Eichborn 1996. ISBN 3-8218-3452-8
Lutz Müller: Schöpferische Seele. Auf der Suche nach den Wassern
des Lebens. Landsberg am Lech: mvg-Verl. 1988. (= mvg-Paperbacks;
369) ISBN 3-478-03690-9
Hajna Stoyan: Die phantastischen Kinderbücher von Michael Ende.
Mit einer Einleitung zur Entwicklung der Gattungstheorie und einem
Exkurs zur phantastischen Kinderliteratur der DDR. Frankfurt am
Main u. a.: Lang 2004. (= Kinder- und Jugendkultur, -literatur
und -medien; 29) ISBN 3-631-51784-X
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(©
01.01.2007 Autor und Redaktion
Gerd
Gross) (letzte
Änderung 01.01.2007)
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