Lied
(v. althochdt.: liod Gesungenes) siehe Ballade:
bezeichnet ein gesungenes Musikstück, das aus mehreren gleich gebauten
gereimten Strophen
oder einer auskomponierten variierenden Melodie für jede Strophe besteht.
Das Lied stellt die ursprünglichste und schlichteste Form der Lyrik
dar. Im Lied findet das menschliche Gefühl in seinen Stimmungen und
Beziehungen eine reine und intensive Ausdrucksmöglichkeit.
Wie viele andere Gedichtformen auch, ist die Ballade ursprünglich ein
von Tanzenden gesungenes Gedicht, das seine Wurzeln in den romanischen
Ländern hat. In England wurde der Begriff Ballade im 18. Jahrhundert
auf Volkslieder übertragen, die ein dramatisches Ereignis, auch mithilfe
der Personenrede, erzählen. Seither ist die Ballade definiert als ein
längeres Gedicht, das lyrische, epische (narrative) und dramatische
Elemente verbindet. Im 18. Jahrhundert wurde die volkstümlich-traditionelle
Ballade in Deutschland von Dichtern des Göttinger Hains (Höltys Romanzen,
Bürgers Lenore) aber auch von Goethe
(Der Erlkönig) und Schiller
(Die Bürgschaft) zu einer neuen kunstvollen Form weiterentwickelt. Diese
Tradition wurde von Heine
(Atta Troll) und Fontane
(Die Brück‘ am Tay) im 19. Jahrhundert, von Brecht
und Biermann mit Rückbesinnung auf die volkstümlichen Wurzeln des Bänkelsangs
im 20. Jahrhundert fortgesetzt.
(Quelle: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie, ergänzt mit Texten
Literaturwissenschaften Uni-Essen; Redaktion Gerd
Groß)
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