Das
Dinggedicht ist ein Gedichtstypus, der seit der 2. Hälfte des
19. Jahrhunderts deutlich ausgeprägt ist. In einem Dinggedicht wird
ein Gegenstand oder Lebewesen distanziert oder objektiviert erfasst
und beschrieben. Häufig behandelt das Dinggedicht Sujets aus der bildenden
Kunst, die in strenger Form sprachlich gestaltet werden. Der Terminus
"Dinggedicht" wurde 1926 von dem Germanisten Kurt Oppert geprägt.
Beim Dinggedicht tritt das lyrische "Ich" meist in den Hintergrund,
während gleichzeitig versucht wird eine Sache, oft auch symbolisch,
auszudeuten. Bekannte Beispiele sind Mörikes "Auf eine Lampe",
Conrad Ferdinand Meyers "Der römische Brunnen" oder Rainer
Maria Rilkes "Archaischer Torso Apollos".
(Quelle: Wikipedia, die freie Enzyklopädie; Redaktion
Gerd Groß)
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