kommt
aus dem griechischen katastasis = Zustand und wird als Begriff
der Dramentheorie seit J.C. Scaligers "Poetices libri septem",
1561 für den scheinbaren Ruhezustand des dramatischen Verlaufs
verwendet.
Explikation:
Katastasis ist der Moment im Drama, in dem eine scheinbare Lösung
eintritt oder ein vermeintlicher Ruhepunkt erreicht ist, meist
auf dem Höhepunkt der Verwicklung (vgl. Epistasis),
auf den die Katastrophe folgt (vgl. retardierendes Moment) in
Tabellarischer Form eines Dreiakters
1.
Akt
Darstellung
der Verhältnisse Protasis, denen der dramatische
Konflikt entspringt (Exposition [vgl. Exposition]
erregendes Moment [vgl. erregendes
Moment])
2.
Akt
Enfaltung
dieses Konfliktes (Epitases [vgl. Epitasis])
Exposition
[vgl. Exposition],
Einführung in die dramatische Handlung
2.
+ 3. Akt
Enfaltung
des Konflikts (Epitases [vgl. Epitasis]),
Steigerung der Handlung bis zum Höhepunkt der Krisis
(vgl. Krisis)
4.
Akt
Katastasis
(vgl. Katastasis),
Scheinlösung des Konflikts; Ausgangspunkt der Peripetie
(vgl. Peripetie),
5.
Akt
Katastrophe
(vgl. Katastrophe),
Zusammenbruch bzw. Lösung des Konflikts
Beispiel: Die Erleichterung des Ödipus und der Iokaste
bei der Nachricht vom Tode des Polybos im "König Ödipus"
des Sophokles.
Historie:
Seit J.C. Scaligers "Poetices libri septem", 1561
wird der dramentheorezische Begriff für den "scheinbaren"
Ruhezustand, bzw. die "scheinbare" Lösung
einer dramatischen Handlung auf dem Höhepunkte der Verwicklung
(Epitases), auf die dann der Zusammenbruchin der katastrophe
folgt.